TSV Alemannia Aachen Futsal | Hallenfussball in Aachen

Desolate Alemannia unterliegt in Köln

Köln fügt Alemannia herbe Niederlage zu

Aachen. Mit einem 10-Meter-Schuss stellt Köln das Spiel auf den Kopf. Während die Kölner danach ihren Sieg feiern, verzweifeln die Aachener an vergebenen Chancen.

Trainer Daniel Peters war enttäuscht von seiner Truppe. Er stemmte die Hände in die Hüften und schüttelte ungläubig den Kopf. Nach der 3:4-Niederlage in Köln am späten Abend wusste niemand so recht, wie genau das passieren konnte. Mit einem Doppelschlag innerhalb von wenigen Minuten hatten die Kölner ein Spiel gedreht, das den Großteil der Spielzeit von Aachen kontrolliert wurde.

 

Futsal kann einfach sein

Die Alemannia war mit vielen Chancen die bessere Mannschaft. Jetzt muss sie sich den Vorwurf gefallen lassen, nicht konsequent genug zu Ende gespielt zu haben. „Wenn wir das 2:0 nachgelegt hätten, hätten wir das Spiel nicht mehr aus der Hand gegeben“, äußert sich Torwart Jörn Schäfer nach dem Abpfiff.

Der Trainer Peters konnte seinen Frust nach dem Spiel kaum in Worte fassen: „Eine Niederlage in dieser Art und Weise tut extrem weh. Nach fünfzehn Minuten hätten wir 4:0 führen müssen. Wir sind fahrlässig mit unseren Chancen umgegangen und müssen uns heute an die eigene Nase fassen. Es war einfach grausam. Individuelle Fehler haben dann alles zerstört. Das hat gereicht, um heute zu verlieren.“

Die Kölner sorgten bereits in der ersten Halbzeit für einen kurzen Dämpfer und setzten Aachen in der zweiten Halbzeit zunehmend unter Druck. Durch einen weiteren kapitalen Fehler der Aachener erhöhten die Kölner schließlich auf 3:1.

 

Köln zeigt Moral

„Wir haben Moral gezeigt und bislang das beste Spiel überhaupt abgeliefert“, freut sich Atléticos Trainer Baris Koc. „Wir haben die individuellen Fehler der Aachener genutzt und standen hinten relativ stabil.“

„Das ist brutal, fahrlässig und ein großer Rückschlag für uns. Es ist unerklärlich, wie wir das Spiel verlieren konnten“, sagte Adamou. „In der ersten Halbzeit hatte wir viele gute Chancen, hätten 2:0 oder 3:0 führen können. Köln konzentrierte sich auf die Defensive und lauerte auf Konter.“

 

Aachens Offensive als Chancentod

Zielstrebig, dominant, zweikampfstark: Beide Mannschaften schenkten sich nichts. Die Aachener präsentierten sich überaus dominant und spielten schnelle Torchancen aus. Das Spiel ging von Beginn an munter nach vorne. Doch am Ende entschied der letzte Schritt oder nur wenige Zentimeter. Während sich die Gäste angesichts der zahlreichen Chancen nur den Vorwurf der schlechten Verwertung gefallen lassen müssen, spielte Atleticos Schlussmann Besser groß auf.

Keine zehn Minuten waren gespielt, als die Schwarz-Gelben den starken Schlussmann überwinden konnten. Lummerich stocherte den Ball über die Linie. Auch danach sahen die Zuschauer Einbahnstraßen-Futsal. Daher kam der Ausgleich der Kölner wie aus dem Nichts. Die Aachener waren schlecht formiert und gleich drei Alemannen griffen den Ballführenden nicht energisch genug an.

Nur wenige Minuten nach dem Ausgleich verlor Dilek den Ball an seinen Gegenspieler, der im Zweikampf gegen Schäfer die Oberhand behielt und die Führung für die Kölner erzielte.

 

Desolate Aktionen kosten die Aachener drei Punkte

Nach der Pause ebbte der Angriffswirbel der Aachener plötzlich ab. Togan verlor an der eignen Ecke den Ball. Mit der vierten Torchance erzielten die Kölner dann ihr drittes Tor.

Doch die Aachener bäumten sich noch einmal auf und erzielten innerhalb kurzer Zeit den Anschlusstreffer durch Kawa, der den Schlussmann über die rechte Seite überwinden konnte.

Ehe die Aachener in Führung gehen konnten, erzielten die Hausherren den 4:3-Endstand per 10-Meter. Die Kölner haben ihre wenigen Chancen genutzt, während die Aachener unter ihren Möglichkeiten blieben und individuelle Fehler den Sieg kosteten.

 

Im nächsten Spiel fahren die Aachener Futsaler zu den Kölner Guerillias.