TSV Alemannia Aachen Futsal | Hallenfussball in Aachen

Die Futsalliga-West-Bilanz

Auch wenn in der Futsalliga West noch drei Spiele – darunter zwei Heimspiele – auf die Futsaler des TSV Alemannia Aachen und ihren Trainerstab um Chefcoach Daniel Peters warten, wollen wir schonmal eine kleine Bilanz vom vergangenen halben Jahr ziehen. Und auch wenn die Alemannia schon 5 Spieltage vor Ende der Saison als erster Absteiger feststand zieht der Peters kein negatives Fazit.

 

Herr Peters, wie fällt Ihre Bilanz des letzten halben Jahres aus?

Peters: „Wir haben in dieser Saison einiges gelernt, auch außerhalb des Spielfelds. Wir wollen unsere Infrastruktur ausbauen, was sich positiv auf unsere Zukunft auswirken wird. Wir wollen Trainingsstätten für alle Mannschaften, und wir wollen das Trainerteam sowie die Mannschaften vergrößern. Die Zusammenarbeit mit anderen Frauen- und Männerteams der Alemannia ging im vergangenem halben Jahr auch in die richtige Richtung – wie man am gemeinsamen Training der Fußballer und Futsaler schon gesehen hat. Rein sportlich gesehen haben wir einfach zu selten unser spielerischen Können gezeigt aber auch viel Erfahrung gesammelt – leider auch die das wir noch nicht bereit waren. Der Umbruch im vergangenen Sommer war wahrscheinlich eine Nummer zu groß um sofort in der Futsalliga West bestehen zu können. An diesem Umbruch wollen wir aber im kommenden Sommer ansetzen und weitere Spieler und Trainer vom Sport Futsal und unserem Verein zu überzeugen.“

 

Das Personal bleibt ein Thema

 

Die Personallage war im Laufe der Saison immer wieder ein Thema in den Reihen der Schwarz-Gelben. In schweren Duellen  mussten die Aachener oft auf viele Spieler verzichten. Beim Spiel gegen den Titelfavoriten Holzpfosten Schwerte trat die Alemannia mit nur 6 Spielern an. Die Quittung gab es prompt, Peters‘ Mannschaft kam bei HP mit 1:26 unter die Räder. Bis zur Winterpause entspannte sich die Personallage sehr selten. Dazu kam das Kapitän und Stammkeeper Jörn Schäfer seine Futsal-Karriere aufgrund einer anhaltenden Rückenverletzung nach dem 2. Spieltag beenden musste. Glücklicherweise bleibt er der Alemannia treu und war seit diesem Zeitpunkt als Torwarttrainer bei den Aachenern tätig. Erst nach der mehrwöchigen Winterpause entspannte sich die Lage – zumindest die in der Ersten Mannschaft. 5 Spieler verließen zwar den Verein, Peters entschied sich aber dazu Spieler aus der zweiten Mannschaft hochzuziehen – zu lasten unserer Zweiten. Daran soll gearbeitet werden und so finden in regelmäßigen Abständen Probetrainings für interessierte Neulinge statt – mittlerweile ein fester Bestandteil in der Trainingswoche der Futsaler.

 

Inwiefern wird es personelle Veränderungen geben?

Peters: „Wir möchten zur nächsten Saison an den Umbruch auch der letzten Saison ansetzen. Zu der Zeit haben wir 8 von 10 Spielern verlassen – das war ziemlich extrem. Jetzt wollen die 16-23-jährigen, die vielleicht von einer Karriere in einem höherklassigen Bereich träumen zum Futsal lenken. Wir möchten den Spielern die Leidenschaft aufzeigen und das was im Futsal möglich ist, vielleicht sogar parallel zum Fußball. Das gleiche gilt für Trainer und Betreuer. Wir wollen insgesamt die Mannschaften, das Trainerteam und die Physio-Abteilung weiter ausbauen. Wir sind aber auch in der Pflicht daran anzuknüpfen. 5 Spieler haben uns in der Winterpause verlassen, studienbedingt wird wohl der ein oder andere sehr wahrscheinlich noch hinzukommen. Der Kern der Mannschaft bleibt glücklicherweise bestehen, darum herum wollen wir ein schlagfertiges Team aufbauen, das in der nächsten Saison um die oberen Plätze mitspielt!“

 

Die Zukunft im Blick

 

Futsal AachenNach dem feststehenden Abstieg aus der Futsalliga West kann also schon für die nächste Saison geplant werden. Das kann ein großer Vorteil sein, da sich die Verantwortlichen schon jetzt darum Gedanken machen wie es weitergehen kann und wird. Denn es wird weitergehen und das Jahr in der höchsten Liga hat der Spielern aufgezeigt woran sie noch arbeiten müssen. Schaut man auf die Spielverläufe, lässt sich eindeutig sagen: an der 2. Halbzeit! Denn es war fast schon eine Regel, ja sogar ein Ritual das der Einbruch in der zweiten Hälfte eines Spiels kam. Daran muss in jedem Fall gearbeitet werden.
Der Abstieg steht fest, aber was sind die Ziele der nächsten Saison?
Peters: „Unser Ziel ist es neue Spieler zu integrieren und oben mitzuspielen!“
Und wie werden die nächsten Wochen und Monate aussehen?
Peters: „Wir trainieren bis Ende April, dann kommt die Sommerpause. Wie schon ausgeführt planen und suchen wir derzeit neue Spieler, das wird der absolute Schwerpunkt sein. Denn ohne Spieler können wir auch nicht an unseren Schwächen arbeiten.“
Obwohl des aktuellen Punkte- und Tabellenstandes muss sich also niemand um die Futsal-Abteilung der Alemannia aus Aachen Sorgen machen. Das Trainerteam um Daniel Peters ist weiterhin hochmotiviert, trotz der verschiedensten Probleme die im Laufe der Saison und auch in Zukunft wohl noch auf das Team zukommen werden. „Vielleicht“, schließt der Trainer mit einem Lächeln noch an „kam der Aufstieg auch etwas zu früh.“ Kommende Saison wird sich die Alemannia jedenfalls darauf konzentrieren ein nachhaltiges und starkes Team aufzubauen. Früher oder später wird der erneute Angriff auf die Futsalliga West erfolgen – das steht fest!